Wer nicht fragt bleibt dumm

Wer einen Blick auf die Ursachen von gescheiterten Ideen wirft, der wird feststellen, dass selten die Idee an sich von vornherein unbrauchbar ist. Viel häufiger scheitert es an der Umsetzung selbst. Denn auch wenn viele Wege nach Rom führen, manche sind dabei umständlicher als andere.

Wenn wir spontan den für uns wichtigsten Satz aus dem Google Launchpad (siehe Beitrag zuvor) wiedergeben müssten, dann wäre es mit Sicherheit noch immer dieser hier: „Sprich so viel du kannst mit denjenigen, deren Problem du GLAUBST zu lösen.“

Also sind wir 2016 erneut auf die Suche gegangen und haben uns weiter ausdauernd mit Landwirten, Weiterverarbeitern, Endkunden und  sogar Unternehmensberatungen über die aktuellen Probleme, Chancen und unseren verbesserten Lösungsvorschlag ausgetauscht. Es ist uns dabei nicht immer leicht gefallen, den roten Faden im Auge zu behalten, denn jeder Beteiligte hat natürlich eigene Wünsche und Visionen für die Zukunft. Aber wie schon in der Schule gelernt, Stift und Papier erleichtern einem ein Leben lang das Lernen – also schrieben wir wieder und wieder die Erkenntnisse neu zusammen, gingen raus, sprachen mit den Menschen, feilten weiter an dem Konzept…

Auch mit den Jungs von EccoFood München standen wir dabei immer wieder im regen Kontakt, es tat und tut gut, sich immer wieder mit Gleichgesinnten auszutauschen. Ein großes Dankeschön an euch dafür an dieser Stelle!

Jetzt ist es ENDLICH an der Zeit, unsere vielen Erkenntnisse der vergangenen Monate umzusetzen. Dafür entwickeln wir aktuell unseren digitalen Marktplatz, der hoffentlich Ende September 2016 unter fundyourfarmer.de online gehen wird. Tragt euch in unseren Newsletter ein und folgt uns auf Facebook, um weiterhin auf dem Laufenden gehalten zu werden. Wir können es selbst schon kaum erwarten.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Teil unseres Gewinns bei Gründen-Live 2015 war die großartige Möglichkeit, eine sehr intensive Woche im Berliner betahaus zu verbringen. Veranstaltet und ausgerufen wurde das Event unter dem Namen „Launchpad Week“ von niemand geringerem als dem Internetriesen Google! Was uns dort erwartete war eine mehr als intensive Woche mit etlichen Hoch- und Tiefpunkten, aber dazu noch später…

Erstmal gab es zu Beginn eine detaillierte Einführung in die Themen, die wir uns in den nachfolgenden Tagen genauer ansehen sollten: „Product Strategy & Business Development, User Experience & User Interface, Technology, Marketing and Presentation Skills“. Klingt erstmal mal nach wahnsinnig viel Fachgesimpel aus der Wirtschaftswelt, aber die amerikanische Start-Up-Szene ist nun mal als Vorreiter bekannt. Dementsprechend dominiert das Englische auch die Terminologie in der Gründerszene. Aber wirklich alles halb so wild, bei näherem Betrachten kam dann schnell mehr Licht ins Dunkel und die abstrakten Begriffe begannen auf einmal Sinn zu ergeben ;-)

Außerdem hatten wir zu jedem Fachgebiet eine Reihe von externen Experten (schwarze Oberteile) um uns herum, die uns dabei halfen, das Ideenkonzept durch unzähligen Fragen, Aufgabenstellungen und wichtige Kontakte aus ihrem eigenen Netzwerk weiter zu entwickeln. Anders als manch einer zu Beginn noch erwartet hatte, waren wir also nicht von bösen Google-Spionen, sondern von kreativen Köpfen aus den unterschiedlichsten Branchen umgeben. Richtig cool an der Sache fanden wir, dass alle Mentoren auf ihre Art und Weise Querdenker, Tüftler und Vorreiter in ihrem jeweiligen Fachgebiet waren. Ziemlich inspirierend so viele neue Anreize in so knapper Zeit zu bekommen!

Hier sieht man uns eifrig am Austauschen mit Mentoren und anderen Startup-Gründern.

Nachdem die ersten beiden Tage dazu geführt hatten, dass wir nach zahlreichen Interviews mit potenziellen Kunden, Umfragen unter Landwirten und leider auch viel Kritik seitens der Mentoren ziemlich an uns und dem Projekt zweifelten, kam am dritten Tag die Wende. Buchstäblich mit Schere und Papier bewaffnet versuchten wir aus den vielen Puzzleteilen und Fragezeichen der ersten zwei Tage eine Quintessenz zu ziehen. Wir hatten auf schmerzhafte Weise lernen müssen, dass wir zwar viele tolle Visionen mitbrachten, dafür aber viel zu wenig benötigte Erfahrung, Kapital und Personal im Team vorhanden war. Nicht leicht sich das einzugestehen, wenn man für seine Idee brennt. Aber kein Grund für uns aufzugeben, wäre doch gelacht!

In den letzten beiden Tagen arbeiteten wir recht intensiv mit der Truppe von Eccofood aus München zusammen, deren Idee sich ebenfalls mit der schwierigen Situation für Landwirte befasst. Gemeinsam kamen wir zur Erkenntnis, dass beide Ursprungskonzepte sehr gute Ansätze mitbrachten, die sich in einem neuen Konzept (mit reduzierterem Umfang diesmal) super miteinander verbinden lassen.

In der Abschlusspräsentation galt es noch einmal, ein persönliches Fazit zu ziehen. Von den ursprünglichen Plänen, die wir uns vor Beginn des Launchpads vorgenommen hatten, mussten wir schnell abweichen. Dafür konnten wir viele wichtige Kontakte knüpfen, haben unser Konzept gemeinsam mit unzähligen Beteiligten angepasst und auf den wesentlichen Inhalt heruntergebrochen. Die Geburtsstunde – zumindest theoretischer Natur – unseres MVPs (dem Minimum Viable Product) wie man unter Gründern eine auf das absolute Minimum reduzierte Version seiner Idee nennt. Hätte uns das jemand vor der Woche prophezeit, wir hätten es vermutlich nicht geglaubt. Auf fundyourfarmer.de könnt ihr mittlerweile sehen, was daraus zwischenzeitlich geworden ist.

Lasset die Bloggerei beginnen

Herzlich willkommen auf unserem Fund your Farmer Blog! Seit Juli letzten Jahres tüfteln wir nun schon an unserem Plan, die schwierige Situation der Landwirte nachhaltig zu verbessern. Nach unserem Erfolg bei Gründen-Live im Herbst vergangenen Jahres ist nicht nur Zeit vergangen, sondern auch einiges geschehen. Viel Spaß beim Lesen und Nachverfolgen unseres Weges seitdem!

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